Eine Fassade zu streichen kostet im Saarland 2026 als Richtwert 25–50 € pro m² Fassadenfläche. Dazu kommt das Gerüst mit 6–12 € pro m². Bei einem Einfamilienhaus in Neunkirchen, Saarbrücken oder Homburg hängt die Endsumme davon ab, wie viel am Putz repariert werden muss.
Die Spanne ist groß, weil der Preis weniger an der Farbe hängt als an der Vorarbeit. Reinigen, Algen behandeln, Risse schließen und grundieren machen oft mehr Arbeit als die zwei Anstriche selbst. Wer das weiß, kann Angebote vergleichen und erkennt, ob ein Preis zu niedrig ist, weil Posten fehlen.
In diesem Ratgeber finden Sie die Richtwerte als Tabelle, Beispielrechnungen, die Preistreiber und die Grenze, ab der Streichen nicht mehr reicht. Wir sind der Maler & Stuckateurbetrieb Siebert aus Neunkirchen. Manuel Siebert ist Malermeister und Stuckateurmeister und deckt damit beide Gewerke ab, die eine Fassade braucht.
Kurz gesagt: Fassade streichen kostet im Saarland 2026 etwa 25–50 € pro m², brutto inklusive Material. Das Gerüst kostet 6–12 € pro m² extra. Braucht der Putz Reparaturen, steigt der Preis auf 50–100 € pro m². Gestrichen wird von April bis Oktober bei über 5 °C. Verbindlich ist erst das Angebot nach Aufmaß.
Was kostet es, eine Fassade zu streichen?
Der Richtwert für einen Fassadenanstrich liegt bei 25–50 € pro m² Fassadenfläche. Das gilt für einen tragfähigen Putz, der gereinigt, grundiert und zweimal mit Silikonharzfarbe gestrichen wird. Das Gerüst ist eine eigene Position und kostet 6–12 € pro m².
Gerechnet wird nach der Fassadenfläche, nicht nach der Wohnfläche. Die Fassadenfläche ist die Summe aller Außenwände. Fenster und Türen zieht man nach DIN 18363 für Maler- und Lackiererarbeiten erst ab, wenn die einzelne Öffnung größer als 2,5 m² ist. Bei einem Einfamilienhaus ist sie meist größer, als viele Eigentümer schätzen, weil Giebel und Anbauten mitzählen.
Die folgende Tabelle zeigt die Richtwerte, die wir im Saarland für Fassadenarbeiten ansetzen.
| Leistung | Richtwert |
|---|---|
| Fassade streichen (Reinigung, Grundierung, 2 Anstriche Silikonharzfarbe) | 25–50 €/m² |
| Fassadensanierung ohne Dämmung (Rissverpressung, Putzausbesserung, Anstrich) | 50–100 €/m² |
| Außenputz (Unter- und Oberputz, ohne Dämmung) | 40–80 €/m² |
| WDVS komplett (Dämmplatte 14–16 cm, Armierung, Oberputz, Anstrich) | 120–200 €/m² |
| Gerüst (Zusatzposition, je nach Höhe und Standzeit) | 6–12 €/m² Fassadenfläche |
Richtwerte 2026 für das Saarland, brutto inkl. Material, ohne Gerüst. Verbindlich ist das Angebot nach kostenlosem Aufmaß vor Ort.
Richtwert Saarland 2026: Ein Fassadenanstrich kostet 25–50 € pro m², das Gerüst kommt mit 6–12 € pro m² Fassadenfläche dazu.
Was kostet das Streichen mit Gerüst?
Mit Gerüst kostet ein einfacher Fassadenanstrich im Saarland 31–62 € pro m². Das ergibt sich aus 25–50 € für den Anstrich plus 6–12 € für das Gerüst. Bei 150 m² Fassadenfläche sind das 4.650–9.300 €.
Das ist ein Rechenbeispiel, kein Angebot. Wir nehmen ein freistehendes Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche und multiplizieren die Richtwerte aus der Tabelle:
- Anstrich: 150 m² × 25–50 € = 3.750–7.500 €
- Gerüst: 150 m² × 6–12 € = 900–1.800 €
- Summe: 4.650–9.300 €
Der Gerüstanteil fällt auf. Er liegt bei knapp einem Fünftel des Gesamtpreises, und er ist gleich hoch, egal ob Sie nur streichen oder gleich dämmen. Das ist der wichtigste Punkt, wenn Sie über eine Dämmung nachdenken. Dazu mehr weiter unten.

Was treibt den Preis für den Fassadenanstrich?
Der Preis steigt vor allem mit dem Zustand des Putzes, der Gebäudehöhe und dem Aufwand für die Vorbereitung. Die Farbe selbst macht nur einen Teil aus. Wer einen niedrigen Preis im Angebot sieht, sollte nachfragen, ob Reinigung, Grundierung und Rissbehandlung enthalten sind.
Diese Punkte bestimmen, wo Ihr Haus in der Spanne von 25–50 € landet:
- Zustand des Untergrunds: Kreidet der alte Anstrich, braucht es eine Grundierung. Sind Risse oder Hohlstellen da, kommt Putzsanierung dazu.
- Algen und Moos: Befall muss vor dem Anstrich entfernt und behandelt werden, sonst wächst er durch die neue Farbe.
- Gebäudehöhe und Gliederung: Giebel, Erker, Gauben und Vorsprünge kosten mehr Zeit als eine glatte Wand.
- Farbwahl: Silikonharzfarbe, Dispersions-Silikatfarbe und Silikatfarbe haben unterschiedliche Materialpreise. Intensive, dunkle Töne brauchen oft einen zusätzlichen Anstrich.
- Zugänglichkeit: Enge Zufahrten, Hanglage oder fehlende Stellflächen machen Gerüst und Materialtransport aufwendiger.
- Kleinteile: Sockel, Fensterlaibungen, Rollladenkästen und Fallrohre sind Handarbeit und gehen je nach Haus spürbar in die Rechnung ein.
Wer vergleicht, sollte also nicht nur auf den Quadratmeterpreis schauen. Entscheidend ist, was in dieser Zahl steckt.

Welche Fassadenfarbe passt: Silikonharz, Dispersions-Silikat oder Silikat?
Für die meisten Putzfassaden im Saarland ist Silikonharzfarbe die richtige Wahl. Sie ist wasserabweisend, haftet auf Altputz und überbrückt Haarrisse. Silikatfarbe passt auf mineralischen Putz, Dispersions-Silikatfarbe liegt dazwischen.
Silikonharzfarbe perlt Wasser ab und trocknet schnell wieder aus. Das hilft gegen Schlagregen, der im Saarland vor allem von Westen kommt. Sie überbrückt Haarrisse unter 0,2 mm und lässt sich auf dem Zementputz der Nachkriegszeit gut verarbeiten. Dafür bildet sie einen leichten Film auf dem Putz.
Dispersions-Silikatfarbe verbindet Silikat mit einem kleinen Kunstharzanteil. Sie ist einfacher zu verarbeiten als reine Silikatfarbe und haftet auch auf Untergründen, die nicht rein mineralisch sind.
Silikatfarbe verkieselt mit dem Putz, das heißt, sie verbindet sich chemisch mit dem mineralischen Untergrund. Sie bleibt diffusionsoffen, der Wasserdampf kann also aus der Wand entweichen. Sie eignet sich für Kalkputz und mineralische Altputze, etwa an Bergarbeiterhäusern mit Sandsteinsockel. Bei Haarrissen ist sie weniger nachgiebig.
Welche Farbe richtig ist, hängt vom Untergrund ab. Wir prüfen vor dem Angebot per Wisch- und Saugprobe, ob der Putz kreidet und wie stark er Wasser aufnimmt.

Wann reicht Streichen nicht mehr?
Streichen reicht, solange der Putz fest sitzt und nur die Farbe verbraucht ist. Bei Hohlstellen, breiten Setzrissen oder Feuchte am Sockel hält ein neuer Anstrich nicht, weil der Untergrund selbst nachgibt. Dann ist eine Sanierung nötig.
So prüfen Sie es grob selbst:
- Handprobe: Wischen Sie mit der Hand über die Wand. Weißer Staub heißt Kreidung. Das lässt sich grundieren und überstreichen.
- Klopfprobe: Klingt der Putz beim Abklopfen dumpf, hat er sich vom Mauerwerk gelöst. Das ist eine Hohlstelle und muss neu verputzt werden.
- Risse: Haarrisse unter 0,2 mm überbrückt eine Silikonharzfarbe. Breitere Risse, oft an Fensterecken und Rollladenkästen, müssen verpresst oder geöffnet und neu verputzt werden.
- Sockel: Dunkle, feuchte oder abplatzende Stellen am Sockel deuten auf aufsteigende Feuchte oder Spritzwasser hin. Das ist ein Fall für den Stuckateur, nicht für den Pinsel.
Eine Sanierung ohne Dämmung kostet als Richtwert 50–100 € pro m², also etwa das Doppelte eines reinen Anstrichs. Im Rechenbeispiel mit 150 m² und Gerüst sind das:
- Sanierung: 150 m² × 50–100 € = 7.500–15.000 €
- Gerüst: 150 m² × 6–12 € = 900–1.800 €
- Summe: 8.400–16.800 €
Auch das ist ein Beispiel. Der Aufwand hängt davon ab, wie viel Putz tatsächlich ersetzt werden muss.
Wann lohnt sich Dämmen statt nur Streichen?
Dämmen lohnt sich, wenn die Wand ungedämmt ist und ohnehin ein Gerüst steht. Das Gerüst kostet bei Anstrich und Dämmung gleich viel. Der Aufpreis für ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist deshalb kleiner, als man vermutet.
Ein WDVS kostet als Richtwert 120–200 € pro m² mit 14–16 cm Dämmplatte, Armierung, Oberputz und Anstrich. Im Rechenbeispiel mit 150 m² Fassadenfläche:
- WDVS: 150 m² × 120–200 € = 18.000–30.000 €
- Gerüst: 150 m² × 6–12 € = 900–1.800 €
- Summe: 18.900–31.800 €
Auch das ist ein Beispiel. Der Preis hängt vom Dämmstoff, den Anschlüssen und dem Zustand der Wand ab. Pauschal zu empfehlen ist ein WDVS nicht. Bei Sandstein-Altbauten und Häusern mit gegliederter Fassade würde eine Außendämmung das Erscheinungsbild zerstören. Dort sanieren und streichen wir nur.
Bei Bimsstein- und Hohlblockhäusern der 1950er bis 70er Jahre sieht es anders aus. Diese Wände dämmen kaum. Wenn die Fassade ohnehin neu muss, rechnen wir Ihnen beide Varianten nebeneinander vor. Mehr dazu auf der Seite zur Fassadensanierung und WDVS.
Zur Einordnung: Ein neuer Außenputz ohne Dämmung kostet 40–80 € pro m². Er kommt in Frage, wenn der alte Putz auf großen Flächen abgenommen werden muss. Der Anstrich darauf kommt noch dazu.
Welche Fassaden gibt es im Saarland, und was heißt das für den Preis?
Im Saarland prägen Bergarbeiterhäuser, Nachkriegsbauten mit Zementputz und Sandstein-Altbauten das Bild. Jeder Typ hat eigene Schwächen, und die bestimmen, wie viel Vorarbeit vor dem Anstrich nötig ist.
Bergarbeiterhäuser aus den 1900er bis 1960er Jahren stehen in Neunkirchen, Ottweiler und Völklingen in großer Zahl. Viele haben Sandstein am Sockel, Bimsstein oder Hohlblock in der Wand und einen gegliederten Giebel. Das Streichen ist machbar, aber Sockel und Fensterlaibungen brauchen Handarbeit.
Nachkriegsbauten mit Zementputz in Saarbrücken, Homburg und Saarlouis zeigen häufig Risse an Rollladenkästen und Fensterecken. Zementputz ist hart und spröde. Kleine Risse überbrücken wir mit Silikonharzfarbe, größere werden vor dem Anstrich verpresst.
Das Wetter spielt mit. Der Westwind bringt Schlagregen auf die Wetterseite, dort altert der Anstrich schneller. Die Nordseite bleibt feucht und bekommt Algen. Wir behandeln Nordseiten deshalb vor dem Anstrich gegen Algenbefall und achten auf der Westseite besonders auf eine saubere Grundierung.
Fertige Fassaden aus der Region sehen Sie in unserer Galerie.
Wann ist die beste Zeit zum Fassade streichen?
Die beste Zeit ist von April bis Oktober. Die Temperatur muss dauerhaft über 5 °C liegen, auch nachts, und es darf nicht regnen. Bei Kälte und Nässe bindet die Farbe nicht ab, auf sonnenheißem Putz trocknet sie zu schnell.
Im Saarland planen wir im Frühjahr und im Herbst Wetterreserven ein, weil dann die Wetterlagen wechseln. Im Hochsommer arbeiten wir mit dem Sonnenlauf und streichen die Schattenseite des Hauses zuerst.
Bei einem Einfamilienhaus rechnen wir mit zwei bis vier Tagen für Reinigung und Rissbehandlung, dazu mit je einem Tag Trocknung pro Anstrich. Ein bis zwei Tage braucht die Vorbereitung mit Gerüst und Abdecken.
Wer im Winter anfragt, sichert sich einen Termin im Frühjahr. Gerade bei Fassaden lohnt sich das frühe Planen, weil Gerüst und Wetterfenster zusammenpassen müssen.
Wie bekomme ich einen verlässlichen Preis?
Einen verlässlichen Preis gibt es erst nach einem Aufmaß vor Ort. Ohne Blick auf den Putz lässt sich nicht sagen, ob eher 25 € oder 50 € pro m² gelten. Das Aufmaß dauert etwa eine Stunde und ist bei uns kostenlos.
Dabei passiert Folgendes:
- Wir messen die Fassadenfläche und ziehen Fenster und Türen ab.
- Wir klopfen den Putz ab und prüfen Risse, Hohlstellen, Sockel und Kreidung.
- Sie bekommen ein Angebot mit Quadratmeterpreisen je Position: Reinigung, Sanierung, Anstrich, Gerüst.
- Abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufmaß.
Vergleichen Sie Angebote immer Position für Position. Ein niedriger Quadratmeterpreis ist wertlos, wenn Grundierung, Rissbehandlung oder Gerüst fehlen. Fragen Sie auch, nach welcher Norm gearbeitet wird und welche Farbe in welcher Schichtzahl vorgesehen ist.
Für Häuser in Neunkirchen, Saarbrücken, Homburg, St. Wendel und Saarlouis sind wir in der Regel schnell vor Ort. Auf der Seite Malerarbeiten sehen Sie, was wir innen und außen sonst für Sie übernehmen.
Was Sie jetzt wissen
- Der Richtwert: Fassade streichen kostet im Saarland 2026 etwa 25–50 € pro m², das Gerüst kommt mit 6–12 € pro m² dazu. Bei 150 m² Fassade sind das als Beispiel 4.650–9.300 €.
- Die Grenze: Hohlstellen, breite Risse und feuchte Sockel brauchen eine Sanierung für 50–100 € pro m². Steht ohnehin ein Gerüst, rechnen Sie die Dämmung mit durch.
- Der Ablauf: Gestrichen wird von April bis Oktober bei über 5 °C. Der verbindliche Preis kommt nach dem kostenlosen Aufmaß.
